Donnerstag, 3. Januar 2013

Trennbankensystem, die zweite

Wie ein paar sich vieleicht erinnern, erschien im August letzten Jahres im finance-magazin ein Artikel zum Trennbankensystem, mit dem ich mich etwas kritisch auseinander gesetzt habe: http://olaf58.blogspot.de/2012/08/trennbankensystem.html

Heute lese ich wieder einen Artikel dort:
http://www.finance-magazin.de/maerkte-wirtschaft/banken/von-bankentrennung-koennten-auch-cfos-profitieren/?src=nl130103

Ich finde es schon recht interessant, dass ich mit meiner Meinung, die eine Trennung durchaus für bedenkenswert hält nicht alleine stehe. Sicher werde ich das Thema weiter verfolgen und auch hier gelegentlich meinen Kommentar dazu abgeben :)

Papierloses Büro

 Das papierlose Büro ist seit Jahrzehnten eine Wunschvorstellung! Ich kann mich noch daran erinnern, dass vor ca 15 Jahren die Imaging Division der Toshiba Europe Werbefilme zu diesem Thema drehte (ich durfte sogar zweimal mitspielen). Gefühlmäßig hat sich der Papierverbrauch in unserem Büro seitdem verzehnfacht :(

Heute ist dann in Caschys Blog über eine neue Initiative zu lesen:
http://feedproxy.google.com/~r/stadt-bremerhaven/dqXM/~3/HIBRj99qQfY/
Natürlich habe ich mich sogleich eingetragen, ABER wirklich erfolgreich können solche Vorsätze m.E. erst dann umgesetzt werden, wenn der Dokumentations- und Archivierungswahn sich ändert.

In diesem Sinne - kommt aber nun zu den guten Vorsätzen fürs neue Jahr, wie abnehmen, Sport treiben, ruhiger werden .... ;)

Montag, 24. Dezember 2012

Weihnachten




Weihnachten hat seine Bedeutung für die meisten Menschen als Fest des Friedens und der Besinnung und das im Kleinen, also der eigenen Familie, wie auch im Großen, der Welt der Politik und Gesellschaft!

In Deutschland, sogar in den meisten Teilen Westeuropas haben wir uns aber seit dem Ende des “Kalten Krieges” und der Wiedervereinigung so sehr an den Frieden gewöhnt, dass wir ihn als selbstverständlich ansehen. Für diesen Frieden brauchen wir scheinbar nichts zu tun.
Deshalb wurde auch so viel Unverständnis geäußert, als die EU den Friedensnobelpreis zugesprochen bekam. Vielen von uns ist nicht mehr klar, dass uns diese Gemeinschaft diesen Frieden gebracht und so lange gesichert hat, indem sie ein Miteinander in der Gemeinschaft organisiert. Ein gutes Beispiel ist m.E. die Osterweiterung der EU. Vielfach wurde sie wegen ihrer wirtschaftlichen Probleme kritisiert aber die Kritiker vernachlässigen dabei, dass so diese ehemaligen “Feindstaaten” Teil einer großen Friedensgemeinschaft wurden. Ist uns das nicht ein paar wirtschaftliche Probleme wert?

Ich möchte meine Weihnachtsgrüße in diesem Jahr mit dem Wunsch verbinden, dass alle diesen Frieden erleben und genießen können aber sich auch bewusst werden, dass alle für diesen Frieden etwas beitragen können. Dazu ein jeder nur ein offenes Herz und viel Verständnis für sich selbst, seine Familie und seine Nachbarn in der direkten Umgebung wie auch in der Ferne.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Liebsten ein schönes Weihnachtsfest und eine besinnliche und friedvolle Zeit.

Olaf Schimanski

Dienstag, 28. August 2012

Lange lebe DOS

Manchmal schreibt man Dinge ja nur auf, um dem eigenen Gedächtnisschwund entgegenzuwirken :)

U.a. bin ich bei Toshiba Europe für den Empfang und die Bereitstellung von Bankkontoauszügen verantwortlich. Dies erledigt "man" selbstverständlich über automatisch ablaufende Scripte. D.h. unser Bankenkommunikationstool holt automatisch die Kontoauszüge ab und schreibt sie in ein Verzeichnis. Ein Script kopiert diese an all die Stellen, an denen die Auszugsdateien erwartet werden. 

Trotz modernster System und noch modernerer Scriptsprachen, mach ich das noch immer mit den alten DOS Batch Befehlen. Das Script besteht also in erster Linie aus Xcopy Befehlen. 
Allerdings habe ich an einer Stelle immer die Kontoauszugsdateien zu einer Datei zusammenkopiert und mit einem Tagesstempel versehen. 

Letzte Woche jedoch wurde der verwendete Server abgeschossen und von unserer IT so "repariert", dass der Stempel nicht mehr funktionierte und auch die Kopierjobs Probleme hatten. 

Ich durfte mich also mal wieder in die Welt der DOS Befehle begeben. Irgendwann in den 80zigern hatte ich das ja mal gelernt ;)

Also habe ich fleissig Forenbeiträge gelesen und sogar den passenden gefunden:
http://www.computing.net/answers/programming/log-file-date-and-time/18190.html. Der stammt von 2009, ist also noch gar nicht so alt.

So konnte ich meinen Tagesstempel wieder aufbauen und damit ich beim nächsten Mal nicht mehr so lange suchen muss, schreibe ich diesen Beitrag. 

Noch ein Tipp, für den Fall das jemand diese Lösung nutzen will. Entscheidend für das Ergebnis ist das Format des Systemdatums auf dem verarbeitenden Rechner. In meinem Fall war dieses Datumsformat von TT/MM/JJJJ auf MM/TT/JJJJ umgestellt worden.  

Mit den deutschen Ländereinstellungen lauten die Befehle anders als in dem Artikel:
das Datum:    =%date:~-10,10%
der Tag:         =%date:~-10,2%
der Monat:      =%date:~-7,2%
das Jahr:        =%date:~-4,4%


Montag, 27. August 2012

Trennbankensystem

Da schreibt Herr Bastian Frien über das Trennbankensystem bzw. erwartet von CFO's eine Stellungnahme:
http://www.finance-magazin.de/maerkte-wirtschaft/banken/was-zusammen-gehoert/?src=nl120824

Ich bin zwar kein CFO, aber ich möchte dennoch dazu Stellung nehmen:
  1. Herr Frien schreibt: "Reißt man Kreditgeschäft und Investmentbanking auseinander (und das passiert im Trennbankensystem zumindest im Geschäft mit dem großen Mittelstand automatisch), funktioniert das gesamte Pricingmodell nicht mehr. Der Kredit muss dann teurer werden."
    Dies erschließt sich mir nicht. Meines Erachtens unterstellt Herr Frien unzulässigerweise, dass das Kreditgeschäft durch das Investmentgeschäft subventioniert wird. Nun habe ich kaum alltägliche Erfahrungen im Kredit- oder Investmentgeschäft aber jeder Banker, der bei mir auf Crosseffekte setzen würde, hätte keinen Spass mit mir. Ich bin gespannt ob ich hier Widerspruch erfahre.
  2. Der zweite Aspekt ist laut Herrn Frien die Anzahl der Bankbeziehungen. Zwar ist es richtig, das sich im Trennbankensystem die Anzahl der Bankbeziehungen erhöhen kann, allerdings wäre mein Grund hierfür eher das zu berücksichtigende Risiko des Bankpartners. Im Universalbankensystem nimmt mir dieses Risiko der Staat ab, im Trennbankensystem muss ich mich selbst um dieses Risiko kümmern. Aus gesellschafts- und ordnungspolitischen Überlegungen wäre mir hier ein Trennbankensystem deutlich lieber. Die Schlussfolgerung des Herrn Frien "Für die Kunden heißt das weniger Verlässlichkeit, mehr Gesprächsfäden, mehr Zeitvergeudung, mehr Frust." kann ich aber gar nicht nachvollziehen. So schlecht sind die Banker hierzulande auch nicht ausgebildet.

  3. Den letzten Absatz des Artikels muss ich hier einzeln kommentieren:
           "Und das alles zum Wohle des Gesamtsystems, Trennbanken sollen ja schließlich das große Ganze sicherer machen. Nur gibt es dafür keine überzeugenden Argumente, weder in der Historie noch in der Theorie."
    Nicht diskutierbare Polemik! Schade eigentlich, denn das Thema hat mehr verdient.

           "Wenn Trennbankensystem hieße, die Handelsspekulation der Banken zu isolieren, wäre dagegen nichts zu sagen. Doch der Schnitt geht mitten durch die Geschäftsbeziehung von Unternehmen mit ihren Banken."
    Eine Alternative könnte natürlich auch sein, den Banken jeglich Spekulation zu untersagen, um die Kunden und die Gesellschaft vor diesen Handelsspekulationen zu schützen, aber da würde ich aus ordnungspolitischer Sicht ein Trennbankensystem vorziehen.
    Darüberhinaus wird meines Erachtens die Bedeutung des Investmentbanking für den Mittelstand überbewertet.
Wie gesagt, ich bin kein CFO und auch meine theoretischen Studien zu dem Thema leigen bereits einige Jahre zurück, aber ich bin überzeugt, dass die letzte Bankenkrise durch ein Trennbankensystem gerade für den Mittelstand deutlich sanfter verlaufen wäre und auch den Steuerzahler deutlich weniger gekostet hätte.

Freitag, 11. März 2011

Mal wieder Rubel

Ich bin ja nur ein einfacher Treasurer, der nichts vom Bankgeschäften versteht, aber kann mir mal bitte jemand erklären, wieso die eine Bank cut-off plus 2 Tage braucht während die andere mit cut-off plus 0 Tagen auskommt? Welche Erfahrungen habt Ihr im Zahlungsverkehr mit Russland bzw. mit dem Service Eurer Banken gemacht?

Als wir vor einem Jahr begonnen haben, direkt in russischen Rubel zu fakturieren, haben wir schnell gelernt, dass der Zahlungsverkehr in Rubel besondere Aufmerksamkeit benötigt und es viel zu beachten gilt. Das aber die Profis im Zahlungsverkehr einen so unterschiedlichen "Service" anbieten, habe ich mir nicht vorstellen können. Wir werden wohl unseren RUB ZV bald verlagern müssen, da die RUB Kasse im Handel bei einem Tag liegt und damit kürzer ist, als meine Anschaffungsmöglichkeit.

Ich werde daraus jedenfalls die Lehre daraus ziehen und bei der nächsten Ausschreibung unseres Zahlungsverkehrs neben die direkten Konditionen auch solche Nebenthemen wie Cut-Off Zeiten anfordern und zur Bewertung heranziehen.

Freitag, 4. März 2011

Datumseingabe über das Ziffernfeld

Seit einigen Jahren nutzt Toshiba Europe die Treasury Management Software von Bellin und ist sehr zufrieden damit. Anläßlich des letzten Anwendertreffens entstand die Idee in NRW eine User-Group zu gründen. Einlader des Gründungstreffen im Januar war Toshiba und die Gruppe will sich zukünftig alle 2 Monate treffen.

Anläßlich dieses Treffen habe ich über banale Tricks gesprochen und in diesem Zusammenhang auf die Datumseingabe hingewiesen. In der TM5 wird zu jeder möglichen Datumseingabe ein Kalenderelement angeboten, so dass man mit der Maus das Datum auswählen kann. Dies ist altgedienten Finanzleuten aber in der Regel viel zu langsam und deshalb kann man das Datum auch über die Tastatur eingeben. Dabei sind folgende Eingaben möglich:
  1. tt.mm.jjjj ---- Standart - lang
  2. tt.mm.jj ------ Standart - kurz
  3. tt.m oder mm ---- es wird das Systemjahr hinzugefügt
Die richtigen Tastaturfreaks ersetzen aber den Punkt durch das Minus und sind so in der Lage, das Datum über das Ziffernfeld der Tastatur einzugeben.

Da dies auch in Excel und anderen Programmen funktioniert, war ich überrascht, dass dies nicht allgemein bekannt war. Sicher kann man diesen Hinweis kaum als Trick bezeichnen, dazu ist er einfach zu banal, aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen, dass es hier mal aufgeschrieben wurde.

Beste Grüße

Gewinnspiel

Ich weiss Ihr nichtanwesenden. Ich habe schon ewig nichts mehr geschrieben, obwohl es genug Anlässe gegeben hat. Hier nun ein sehr egoistische Beitrag. Cashy hat in seinem Blog ein Gewinnspiel laufen, bei dem ich gewinnen will. Wer aber gewinnen will, muß auch etwas dafür tun ;(
Deshalb dieser Beitrag. Wenn später noch Zeit bleibt kommt noch mehr :)

Mittwoch, 23. Juni 2010

korrupt !?

Da wollte ich doch eigentlich BP boykottieren – und dann…

Heute fahre ich auf dem Weg nach Hause an mehreren Tankstellen vorbei und denke so für mich, das der Tank noch bis zum Wochenende reichen müsste. Die ausgeschilderten 1,28 sind mir einfach zu viel. Da komme ich in Uerdingen an einer Aral-Tankstelle vorbei und was sehe ich? Der Liter Diesel kostet nur 1,18 und ist damit ca 8% billiger als an den anderen Tankstellen. Also ab an die Säule. Doch kaum habe ich den Tankrüssel auf dem Stutzen, da fällt mir ein Aral gehört zur BP-Gruppe – die Tankstelle weißt darauf sogar hin! Was tun???

Spontan war ich einfach zu geizig und habe getankt ;(

War das richtig? Für 5 Euro Ersparnis verrate ich meine Protest?
Wie gesagt habe ich mich spontan dazu entschieden, dennoch zu tanken. Wenn ich jetzt aber darüber nachdenke und darüber schreibe, bin ich überzeugt, dass ich besser darauf verzichtet hätte. Was meint Ihr dazu??

Freitag, 11. Juni 2010

Liquidität

Liquidität kommt von liquidus aus dem lateinischen für flüssig. Im Unternehmen wird damit die vieleicht wichtigste Lebensader gemeint, nämlich die Fähigkeit eines Unternehmens seine Verbindlichkeiten in absehbarer Zeit begleichen zu können. Diese Liquidität dauerhaft sicher zu stellen ist wohl die wichtigste Aufgabe eines Treasurers. Zur Erfüllung dieser Aufgabe gibt es vielerlei Möglichkeiten.

Was ist aber, wenn es die Anforderung lautet, über die Sicherung dieser Liquidität hinaus einen bestimmten Cash Bestand (hierunter verstehe ich neben Bargeld die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Banken oder vergleichbaren Instituten) zum Bilanz- oder Berichtsstichtag sicher zu stellen?

Hierbei werden die Möglichkeiten deutlich reduziert, da z.B. eine Kreditausnahme zwar den Cash Bestand erhöht, aber zugleich auch die Bankverbindlichkeiten und damit die Nettoliquidität unberührt bleibt. Eigentlich bleiben nur zwei Möglichkeiten:

1. Die Änderung des Zahlungsverhaltens der Geschäftspartner bzw. gegenüber diesen. Mit anderen Worten: Sorge dafür, dass du schneller bezahlt wirst und zugleich selber langsamer zahlst.

2. Der bilanzneutrale Handel mit Bilanzpositionen. Also ein Off-Balance Verkauf von Forderungen oder ein entsprechender Einkauf von Verbindlichkeiten. Dabei habe ich letzteres noch nicht gesehen.

Ihr könnt Euch denken, dass beides nicht ohne Probleme und entsprechende Vorbereitung denkbar ist. Gefährlich wird es aber, wenn man bereits notwendige Strukturen geschaffen hat und man so dem Management zeigen konnte, dass so etwas Möglich ist. So sehr man auch betont, dass der Einsatz solcher Maßnahmen bestimmten Beschränkungen unterliegt, so wird man immer stärker gefordert diese Beschränkungen zu umgehen, denn:

Cash macht süchtig!

Donnerstag, 3. Juni 2010

hab mal wieder Zeit :)


Wem geht es denn nicht so, dass er sich dauernd im Zeitstress befinded. Heute aber ist Feiertag, den ich zum ausruhen nutzen will. Deshalb kommt heute auch nichts zum Thema Treasury sondern etwas zu meiner Ausstattung. Ich schreibe dies auf einer Toshiba Portege R600 (http://de.computers.toshiba-europe.com/innovation/series/Portege-R600-Series/1058747). Mein Teil ist natürlich schon etwas älter, als die aktuell erhältlichen Geräte und stammt aus dem B-Lager der Firma (sonst hätte ich es mir nicht leisten können). Aber das tut meiner Begeisterung keinen Abbruch. Obwohl es ein vollwertiger Computer ohne Einschränkungen ist, ist es ultra-portabel durch Gewicht (1,1kg) und Größe (ca DIN-A4 Schreibblock-Größe) wie auch durch Akkulaufzeit und Kommunikationsschnittstellen. So besitzt es neben LAN, Bluetooth auch WLAN und eine Schnittstelle für eine SIM-Card. Vor kurzem habe ich mir eine günstige UMTS Karte von O2 besorgt und bin dadurch in der Lage auch dort ins Netz zu gehen, wo mir kein Hotspot zur Verfügung steht. Das klappt hervorragend.

Samstag, 16. Mai 2009

Multicash läuft wieder

Wir sind so langsam dabei, die Kommunikation mit den Banken auf Ebics umzustellen. Nun gab es extra dafür kürzlich einen neuen Patch von Omikron, der bei uns leider dazu führte, dass neue Erstinitialisierungen nicht durchgeführt werden konnten. Nach einigen Telefonaten nebst Screenshot Zusendungen mit der Bank und Omikron direkt - welch ein Glück, dass es diese direkten Kontakte gab - kam ein Mitarbeiter von Omikron gestern vorbei, um den sich den Fehler vor Ort anzusehen. Mit Hilfe der Debug-Tools von Omikron war es dann möglich, zu erkennen, dass es Probleme bei der Umsetzung von UNC-Pfaden gab. Da die Verwendung von UNC-Pfaden eher ungewöhnlich ist, war dies vorher nicht erkannt worden. Nachdem der Fehler erkannt war, dauerte es gerade mal 15 Minuten, bis wir einen entsprechenden Patch hatten und wir die Initialisierung durchführen konnten.

Dienstag, 12. Mai 2009

Toshiba Europe mit neuem Präsidenten

Zum 01. Juli steht bei Toshiba Europe mal wieder ein Präsidentenwechsel an. Das ist in 19 Jahren dann der 11. Präsident, den ich erlebe. Das eigentlich ungewöhnliche ist aber, dass dies mit Alan Thompson erstmals kein Japaner sein wird. Dies kann man nun verschieden interpretieren. Offiziell entwickelt sich durch diese Schritt Toshiba zu einer truly global company. Viele Mitarbeiter wundern sich aber, da sich die in japanischen Unternehmen so wichtigen inoffiziellen Kontakte wohl kaum gebildet haben können. Dabei ist dies nicht als Kritik an Alan Thompson zu verstehen, sondern als Ausdruck des Sprachen- und Kulturproblems. Erste Stimmen fragten dann auch, ob hier Japaner aus der Schusslinie genommen werden sollen, für den Fall, dass der Turnaround nicht geschafft wird. Andererseits geht der bisherige Präsident Noriaki Hashimoto als General Manager nach Tokio zurück. Dies ist eindeutig eine Beförderung und könnte auch bedeuten, dass er dringend im Headquarter gebraucht wird und nicht rechtzeitig ein japanischer Kandidat bereit stand.

Dienstag, 5. Mai 2009

Urlaub vorbei

Schade aber auch :-(
Also ging es heute zum Monatsabschluss wieder ins Büro und wen wundert es - Probleme ohne Ende. Es begann damit, dass die Kontoauszüge nicht eingelesen werden konnten. Nach dem nun die Auszüge einzeln eingelesen wurden, stellte ich fest, das eine MT942ziger Datei den Fehler ausgelöst hat, die sowieso nicht benötigt wurde. Und wie immer, wenn die Automatik ausgeschaltet und manuell gearbeitet wird, baut man dann auch noch Fehler mit ein, so das der ganze Prozess statt ca 10 Minuten mal eben 90 Minuten dauerte. Und weil man ja gerade bei der Fehlerproduktion war, folgten gleich noch ein paar weitere. Es macht richtig Spaß, wenn man sich mit Fehlerbehebung beschäftigen darf statt die Abschlussarbeiten zu erledigen. Zuletzt waren die dringenden Arbeiten natürlich erledigt und es blieb sogar noch die Zeit für das neueste Multicash-Update in den Abendstunden (es müssen ja alle anderen bereits verschwunden sein). Es kann nur besser werden.

Montag, 27. April 2009

Finanzsymposium 2009 II

Das Finanzsymposium ist vorbei - da mir die letzten Abende zu lang wurden, kommt nun ein Rückblick auf das Finanzsymposium. Was waren die Hauptthemen? Allgemein kann man sagen, das es um das Verhältnis zwischen Corporates und Banken ging. Dieses Verhältnis bzw. die Veränderung dieses Verhältnisses wurde im Zusammenhang mit Finanzierungen, Ratings, Kontrahentenrisiken und Geschäftszuweisungen betrachtet.
Dabei viel mir auf, dass zB. das Kontrahentenrisiko nicht mehr nur im Hinblick auf den Ausfall des Kontrahenten diskutiert wurde, sondern auch im Zusammenhang mit dem Ansinnen einen geschlossenen Vertrag ganz oder teilweise aufzulösen.
Es wurden baw-Linien gegen bestätigte Linien abgewogen und ein Treasurer überraschte mich mit der Aussage, dass er bestätigte Linien nicht ziehen würde, weil dies die Bank wegen der veränderten Marktbedingungen belasten würde, solange er dies nicht unbedingt tun müsse.
Es wurden die erhöhten Sicherheits- und Margenanforderungen angesprochen, die die Liquiditätsversorgung der Unternehmen zunehmend erschweren und in einen Teufelskreis führen, den es undebingt zu durchbrechen gilt. Es dürfe nicht sein, dass Banken nur noch Finanzierungen abschließen, die im Prinzip risikolos sind (150%iger Besicherung). So war ich überrascht zu hören, dass für Ausfallwahrscheinlichkeiten von ca 2% eine Risikomarge von 600 Basispunkten verlangt wird, wenn sich denn überhaupt ein Finanzierer dafür finden läßt.
Aber auch Corporates betrachten das Risiko Bank inzwischen anders und weiten ihren Bankenpool zunehmend aus.

Das zweite größere Thema waren die Wirtschaftsaussichten bzw die Einschätzungen zur Dauer der aktuellen Krise. Da sich die Antwort aber nahezu täglich ändert, war dies nicht mein Schwerpunkt.

Ein interessantes Randthema war darüberhinaus der technische Bankenzugang über Swift mit seinen verschieden Wegen (Servicebüros, MA-CUG) und Formaten (ISO 20022XML).

Langweilig war eigentlich nur einer der besuchten Workshops, der sich mit Lieferantenfinanzierung beschäftigte. Der Referent war so produktverliebt, dass einzelne Voraussetzungen für den Einsatz dieses Produkts überhaupt nicht angesprochen wurden und eine Nachfrage allein zeitlich schon gar nicht möglich war.

Über die 3 Tage verteilt habe ich ca. 100 Gespräche geführt, um Kontakt zu pflegen und Ideen auszutauschen. Direkt umsetzbar dürften zunächst aber nur Ideen zur Einstellung der TM5 von Bellin sein. Mittelfristig möchte ich mich aber auch nochmal mit der Zahlungsverkehrsformaten und -wegen beschäftigen, um die Prozesse in unserer Payment Factory zu optimieren. Einige Fotos sind im übrigen hier zu finden:
http://www.facebook.com/album.php?aid=21360&id=1327523717

Mittwoch, 22. April 2009

Finanzsymposium 2009

Der erste Tag in Mannheim. Es ist deutlich leerer als in den letzten Jahren. Das ist das, was sofort in Auge fällt. Dennoch bin ich froh wieder hier zu sein. Bereits die Begrüßung, die in eine Podiumsdiskussion zu den Erfolgsfaktoren im Treasury endet, ist interessant. Anschließend am Bellin Stand kann ich direkt meine aktuellen TM5 Probleme loswerden. Da ich zZ keine Systembaustellen habe, schenkte ich mir die Systemworkshops und nutze die Zeit für meine Gespräche mit vielen Bekannte. Habe nach Jahren mal wieder Sylvester getroffen, ansonsten die üblichen Verdächtigen bis auf Norbert, der zwar kommen soll, den ich aber heute noch nicht gesehen habe. Zum Abschluss ging es mit der ING ins Bootshaus zu einem netten Abendessen. Morgen geht es dann in die Facharbeit: 4-5 Workshops und die beide Podiumsdiskussionen sind geplant - aber dazu schreib ich dann wohl morgen mehr.

Sonntag, 19. April 2009

SPD Steuerkonzept

Ich habe mir das SPD Wahlprogramm noch nicht ausreichend angesehen, aber die Idee einer steuerlichen Entlastung der Armen und eine entsprechende Belastung der Reichen unserer Gesellschaft hat gerade angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise einiges für sich. Zur Abmilderung der Krise wird ständig die Sozialisierung der enormen Verluste bzw. der Verlustrisiken verlangt und durch Rettungs- und Konjunkturpakete auch umgesetzt, während die in den Jahren zuvor gemachten Gewinnen mit den umgesetzten Steuerentlastungsgesetzen privatisiert wurden. Hier einen Ausgleich zu fordern ist eine Frage der sozialen Hygiene unserer Gesellschaft. Leider beweist sich der Arbeitgeberverband mit seiner Kritik mal wieder als der tatsächliche Sozialschmarotzer. Mal sehen, wer darauf wieder herein fällt.

ich lebe noch

Durch Zufall bin mal wieder auf meinem Blog gelandet und habe mich erschreckt wie lange ich nichts mehr geschrieben habe. Aber was soll - es wurde wohl von keinem vermisst. Ich probiere seit kurzem auch Twitter aus. Das ist einfacher aber auch deutlich stärker eingeschränkt. naja ich muss es sicher noch weiter kennenlernen bevor ich urteilen kann.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Finanzierungen

Endlich Urlaub - mach einigen Bemühungen um ABS und Factoring beginnt endlich mein Weihnachtsurlaub. Nur Freitag muss ich nochmal, um die nächsten ABS Transaktionen abzuwickeln. Lange Jahre sind uns die Banken die Türen eingerannt um uns Finanzierungen anzubieten, die wir nicht brauchen. Dann haben wir vor einigen Jahren aus bilanzpolitischen Gründen mit ABS begonnen. Und nun erdreisten wir uns doch das Volumen ausweiten zu wollen, und schon gibt es Probleme. Sicher können wir das Volumen ausweiten, aber die Margen sind inzwischen so heftig, dass man keinen Spass mehr daran hat. Zwar haben wir noch keine Russischen Verhältnisse aber wenn man jahrelang nahezu Interbanken-Konditionen gewohnt war, ist es schwer Aufschläge von 80-160 bp zu akzeptieren. Es gilt aber wohl alle Möglichkeiten zu prüfen und vorzubereiten - man weiss ja nie, ob sie nicht doch benötigt werden.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Wieder Russland

Zu meinem Job gehört es nun mal ständig mit Banken zu sprechen. So auch gestern. Eigentlich ging es darum den Factoring-Markt in UK zu sondieren aber im Gespräch kamen wir auf Rubel-Kredite zu sprechen. Da wurde mir von einem Kreditangebot berichtet mit einem Zinssatz von 54% p.a. Zwar konnten wir uns nicht über die zugrunde liegende Bonität unterhalten, aber wenn man bedenkt, dass z.B. für Immobilienkredite Anfang 2008 noch ca. 10% zu zahlen waren, kann man sich die Größe der Krise ausmalen. Passend dazu erschien vorgestern ein Artikel in der FTD, indem das Länderrisiko Russlands als schlechter als z.B. Vietnam und die Türkei bewertet wurde. Das Problem scheint in dem enormen Verzehr der Währungsreserven durch 1. stark gesunkene Rohstoffpreise, 2. eine starke Kapitalflucht und 3. die enormen Kapitalspritzen in den darniederliegenden Bankensektor zu liegen. Da diese Krise auch das politische System Russlands bedrohen und damit noch unbekannte Gefahren bergen, kann man nur hoffen, dass Russland bald die richtigen Mittel findet.